Ernährung

Was wir essen, hinterlässt Spuren. Nicht nur an den Hüften – auch auf der Erde. Produkte aus aller Welt werden in die Schweiz transportiert und hier verarbeitet, verpackt, verkauft und verzehrt. Das alles kann die Umwelt stark belasten. Wer bewusst einkauft, tut deshalb sich und der Natur etwas Gutes.

Schweizer Landwirtschaft

Auf immer weniger Fläche produzieren die Schweizer Bauern immer mehr Früchte und Gemüse. Möglich ist das nur mit dem Einsatz von Düngern und Pflanzenschutzmitteln. Auch für die einheimische Milch- und Fleischproduktion reicht das saftige Gras alleine längst nicht mehr. Auf Hochleistung gezüchtete Tiere benötigen Kraftfutter, z.B. aus Getreide, Reis oder Soja. Diese Rohstoffe stammen hauptsächlich aus dem Ausland und könnten auch Menschen als Nahrungsmittel dienen.

Eine dem Standort angepasste Landwirtschaft und eine massvolle Ernährung mit einem höheren Anteil pflanzlicher Lebensmittel kann dazu beitragen, die Umweltbelastung deutlich zu reduzieren.

Herkunft des Kraftfutters für die Tierproduktion

in Tonnen Trockensubstanz (Quelle: SBV – Futtermittelbilanz)
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015

Weltweiter Handel

Kaffee, Bananen, Fisch: viele in der Schweiz alltägliche Nahrungsmittel werden aus aller Welt importiert. Kein Wunder also, dass mehr als die Hälfte aller Umweltbelastungen für die Ernährung heute im Ausland anfallen. Die Schweiz trägt deshalb auch Verantwortung für die Natur und die Menschen in den Produktionsländern. Konsumenten können sich für nachhaltig und fair produzierte Erzeugnisse entscheiden. Und die Unternehmen haben es in der Hand, im Ausland die gleichen Umweltstandards, Sicherheitsvorschriften und Produktionsbedingungen anzuwenden wie in der Schweiz.

Veränderte Nachfrage

Die Essgewohnheiten in der Schweiz haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Der Appetit auf ressourcenintensive und exotische Erzeugnisse wie Milchprodukte, Fleisch, Tropenfrüchte oder Schokolade steigt – sehr zum Leidwesen der Umwelt. 

Ein Drittel aller Nahrungsmittel landet zudem als «Food Waste» gar nicht erst auf dem Teller.

Weil die Menschen mehr unterwegs sind, ist auch die Verpflegung mobil geworden. Doch so praktisch Fast Food, Take away & Co. im Alltag auch sind: die vielen Einwegverpackungen tragen zum hohen Kehrichtberg der Schweiz bei und (ver)führen zu Littering.

Einfluss des Ernährungsstils auf die Umwelt

Bereits ein zurückhaltender Fleischkonsum (Flexitarier) verbessert die persönliche Umweltbilanz ähnlich stark wie eine rein vegetarische Ernährung.

Umweltbelastung pro Person und Jahr (Quelle: ESU Services)
0 gFleisch
pro Woche
Innovation

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