Mobilität

Egal ob mit Zug, Bus, Auto oder Flugzeug: Schweizerinnen und Schweizer legen immer grössere Strecken in immer weniger Zeit zurück. So viel Mobilität ist praktisch – doch sie hinterlässt auch Spuren in der Umwelt. Fahrzeuge müssen konstruiert, Motoren mit Energie versorgt und Strassen gebaut und unterhalten werden.

Fahrzeugpark

Dank moderner Technologien und strengen Abgas-Grenzwerten ist der Ausstoss von Feinstaub und weiteren Schadstoffen pro Fahrzeug in den letzten Jahren zwar stark gesunken. Doch dafür sind heute knapp 30% mehr private Autos auf den Strassen unterwegs als noch im Jahr 2000. Zudem nimmt die Schweiz beim bedenklichen Trend zu immer grösseren und schwereren Neuwagen eine internationale Vorreiterrolle ein, so dass ein Teil des technologischen Fortschritts mit der Fahrzeugwahl neutralisiert wird.

Umweltbelastung verschiedener Verkehrsmittel im Inland:

pro Kilometer und Person (Quelle: mobitool 2.0)

Verkehrsinfrastruktur

Das Schweizer Strassennetz ist seit dem Jahr 2000 um 408 Kilometer gewachsen, das Bahnnetz um 164 Kilometer. Doch mehr Mobilität muss nicht automatisch mehr Fahrzeuge, Lärm und Strassen bedeuten. Oft reicht schon die bessere Nutzung der bestehenden Infrastrukturen, um Extremsituationen zu vermeiden. Car-Sharing und flexible Arbeitszeiten können zum Beispiel dazu beitragen, den gefürchteten Feierabendstau zu vermeiden.

Die Konsumentenpreise für Öffentlichen Verkehr sind zwischen 2000 und 2017 um 36% gestiegen, während sie beim motorisierten Individualverkehr um 4% gefallen sind.

Personen- und Güterverkehr

Unterwegs sein gehört in der Schweiz zum Alltag. 45% aller Kilometer werden dabei in der Freizeit zurückgelegt. Aufgrund der hohen Kaufkraft sind Kurztrips ins Ausland besonders beliebt – die Anzahl der Schweizer Fluggäste ist seit dem Jahr 2000 um die Hälfte gestiegen. Auch der Personenverkehr auf der Strasse hat seit 2000 um einen Drittel zugenommen, obwohl die Bevölkerung in dieser Zeit nur um 17% gewachsen ist.

Durch ihre zentrale Lage und die gute Infrastruktur spielt die Schweiz auch im internationalen Güterverkehr eine wichtige Rolle. Die Transporte auf der Strasse haben zwischen 2000 und 2016 fast dreimal so viel zugenommen wie der Frachtverkehr per Zug.

Personentransport: Tagesdistanzen nach Urbanisierungsgrad (Quelle: BFS / ARE – Mikrozensus Verkehr und Mobilität 2015)

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